Rundwanderung durch Drachenschlucht und Landgrafenschlucht

von | 07. Jul 2019 | Wandern

Ostersonntag zu einem der bekanntesten Naherholungsgebiete der Umgebung zu fahren um zu wandern?
Warum nicht? Man muss halt nur früh genug da sein und darf sich nicht an rumwuselnden Kindern stören, die mit großen glitzernden Augen auf Eiersuche sind.

Im Mariental angekommen konnten wir schon ahnen was uns heute bevorsteht. Die Parkplätze waren schon gut besucht. Dazu auch eine kleine Anmerkung, die meisten Parkplätze scheinen auf der linken Seite der vielbefahrenen Straße zu sein.
Der Eingang zur Drachenschlucht liegt auf der rechten Seite! (von Eisenach aus gesehen). Und der Übergang den irgendjemand in scheinbar geistiger Umnachtung angelegt hat, liegt direkt hinter einer sehr schlecht einsehbaren Kurve.
Lustige Reiseleiter würden das so beschreiben: „Ich freue mich, sie so zahlreich begrüßen zu dürfen. Das erhöht die Chance, dass wir in Gruppenstärke das Ziel erreichen werden. Im Schnitt haben wir 10% Schwund“.

Hier kann man also seinen Nachkommen berichten, „wir haben die Drachenschlucht überlebt“. Eines der wenigen verbliebenen Abenteuer in Deutschland 😊
Da ihr die Zeilen lesen könnt, gehöre ich und glücklicherweise auch die drei Wanderfreunde die mit auf das Abenteuer gingen, die Passage überlebt.

Da standen wir also nun, am imposanten Eingangstor der Drachenschlucht.

Links fließt ein kleiner unscheinbarer Bach dahin, diesem haben wir es zu verdanken, dass ein paar hundert Meter weiter vorne ein rund 250 Millionen Jahres altes Naturspektakel auf uns wartet. Dieser kleine Bach hat im laufe der Jahrhunderte die Klamm aus dem Fels gewaschen, die wir heute als Drachenschlucht bezeichnen.
Also auf auf, wer Platzangst hat, kann kurz vor der eigentlichen Drachenschlucht noch spontan abbiegen und über die Sängerwiesen zur Wartburg marschieren.

Und was die Natur hier zu bieten hat, ist wirklich atemberaubend. Zum einen gibt es jeden Meter etwas Neues zu entdecken, zum anderen rücken die Wände der Klamm doch recht nahe an einen heran.
Aber dank der fleißigen Helfer die diesen Wanderweg in Schuss halten, ist alles sicher passierbar. Das es hier über Metallgitter geht, lässt sich kaum vermeiden, sonst würde man im eben angesprochenen Bach laufen müssen, der die Klamm noch immer tiefer in die Erde treibt.
Wer aber glaubt nach der Drachenschlucht ist das Abenteuer vorbei, der sei gewarnt, man sollte zumindest an feuchten Tagen gut aufpassen wo man hintritt.
An einigen Stellen geht es nur über Holzplanken weiter, da hier der Einschnitt wieder zu eng ist, dass sich Wanderer und Bach einen Einschnitt teilen müssen.

Und dann setzt die Natur nochmal richtig Schweiß vor die Erholung. Der Anstieg zur Hohen Sonne bringt den Kreislauf nochmal richtig in Trab.
Wer sich dann, an der Hohen Sonne, nicht doch von dem Blockwärtercharme der Bedienung abschrecken lässt, bekommt für relativ kleines Geld eine Erfrischung.
Naja und an Tagen wie Ostersonntag ist hier sowas wie Volksfeststimmung und man fragt sich wirklich, wie die Leute es schaffen unfallfrei wieder da anzukommen, wo sie hinwollen. Man kann bei dem Bierkonsum nur hoffen, dass sie es nicht mit dem Auto versuchen.

Nach einer kleinen Pause geht es dann über den zweiten sehr ärgerlich angelegten Übergang weiter. Wer denkt sich diesen Mist eigentlich aus, dass man Fußgänger allen Alters ohne Schutz über eine Bundesstraße schickt?
Lebend auf der anderen Seite angekommen geht es leicht bergan auf einer 2 spurigen Autobahn. Irgendwann übersieht man fast eine kleine Bank auf der rechten Seite.

Sollte man sich aber gönnen, denn der Ausblick ist fantastisch.

Weiter geht’s zum Marienblick, schicker Ausblick auf die Wartburg. Und dann muss man sich entscheiden, direkt runter zur Landgrafenschlucht, oder doch den langen Umweg erstmal Bergan? Klar sind wir den Berg hoch gewandert, und genossen die gigantische Aussicht vom Drachenstein aus.

Danach geht’s auch von hier aus nur noch bergab über gut gepflegte und angelegte Wanderwege die genau das richtige Maß zwischen Naturnah und gut begehbar bieten. Für Naturfreunde ist die Langgrafenschlucht wohl die schönere der beiden heute bewanderten Schluchten. Alleine schon, weil sie nicht so absolut überlaufen ist.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch. Trotz aller touristischer Erschlossenheit der Gegend, hat man mal wieder nicht an Toiletten gedacht. Ist es wirklich so schwer, an den zahlreichen Parkplätzen entweder Toiletten zu bauen, oder zumindest Hinweisschilder aufzubauen, wo die nächsten sind?

So und nun viel Spaß beim Nachwandern.
Oder wart ihr schon da? Dann schreibt doch eure Erlebnisse als Kommentar hier.

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