2 Türme (Rund)-Wanderung

von | 20. Mai 2019 | Wandern

Was wir hier gewandert sind, ist quasi die Einsteigervariante des „Thüringer Drei-Türme-Weg“. Statt der 26 KM „Qualitätswanderweges“ biegen wir zwischenzeitlich ab und kommen so auf ca. 16 km.Starten wollten wir aus familiärer Verbundenheit in Kiliansroda, was aber dank Megabaustelle in dem kleinen Ort nichts wurde. Also sind wir von Mechelroda aus gestartet. Wegetechnisch unbedeutende 300 – 400 mehr.

Bescherte uns aber gleich auf der Verbindung zwischen den zwei Dörfern einen fantastischen Blick in das Weimarer Land.
Ob man von dort kommend nun die erste Möglichkeit links abbiegt, oder wie wir die zweite ist ebenfalls unbedeutend. Wir haben uns für die Zweite entschieden, da wir damit wieder auf dem offiziellem Wanderpfad waren.

Von hier geht auch der längste Anstieg auf diesem Weg los. In guten 2,5 km werden 150 Höhenmeter auf sanft ansteigenden Feldwegen überwunden. Die fantastische Aussicht und die guten Rastmöglichkeiten am Carolinenturm sind diese Mühen allemal wert.

Das nächste Ziel ist von hier aus gute 5 KM entfernt, der Paulinenturm.
Der Weg geht von hier aus auf unterschiedlich gut ausgebauten Wegen relativ sanft bergab. Das Prädikat „Qualitätswanderweg“ scheint Fluch und Segen zu sein.
Geht es am Carolinenturm über Waldwege runter, trifft man bald auf einen Waldhighway.

Stark befestigte Wege lösen unterschiedlichste Empfindungen bei mir aus. Bei schlechtem Wetter bestimmt eine feine Sache um nicht im Schlamm zu versinken, sind sie die übrige Jahreszeit eigentlich eher ein Ärgernis für die Gelenke.
Aber auch hier entschädigt das Zwischenziel für die Mühen.

Wer am Paulinenturm angekommen noch nicht genug ausgepowert ist um in die dortige Hütte einzukehren, kann ja noch die Stufen des Turmes erklimmen.
Wir kehrten, da die Mittagszeit gekommen war ein und freuten uns an Speis und Trank.

Und mindestens genauso erfreut waren wir über den Abstieg Richtung Hetschburg. Unbefestigte Waldwege dicht an der Natur sind mir eben am liebsten beim Wandern.
Gut, dies führt dann auch mal dazu, dass ein Baum einem das Weiterkommen unmöglich macht, da er sich bei einem der letzten Stürme entschieden hatte quer über den Weg zu liegen.

Also kleiner Umweg, den vor uns schon diverse andere Wanderer ausgetreten hatten.

Hier erwies es sich dann, dass meine Reaktionsgeschwindigkeit nicht hoch genug war.

Wir hörten ein Knacken neben uns im Gebüsch und fast im selben Moment stand ein Reh keine 5 Meter von uns entfernt auf dem Weg. Dummerweise war die Schrecksekunde auf beiden Seiten im selben Moment vorbei und als ich meine Kamera zu Hand hatte, war das Tier mit 2 kraftvollen eleganten Sprüngen im Dickicht verschwunden.

Kurz darauf bot sich dann der zweite atemberaubende Anblick für Naturliebhaber. Der Blick über das Ilmtal bei Hetschburg.
Nachdem wir diesen gewürdigt hatten, ging es die fast schon berüchtigte Treppe hinunter und über die Ilm auch direkt wieder aus dem beschaulichem Hetschburg hinaus.

Hier nimmt die Route den ausgebauten Ilmtal-Radweg an der Ilm entlang. Highlight hier ist zweifellos die Buchfarter Felsenburg.
Weiter geht’s durch Buchfart, wo die einzige Querung der Ilm eine einspurige Holzbrücke ist. Direkt dahinter geht es dann links zurück in den Wald.

Kleiner Tipp, wer schon länger unterwegs ist, sollte die Bank an der Brücke, oder eine der Gaststätten zu einer kleinen Rast nutzen. Direkt hinter Buchfart geht es auf ca. 500 Metern gute 100 Höhenmeter bergan, die Warnschilder am Anfang der Strecke verdeutlichen eigentlich nur das, was man eh sieht. Alleine schon von hinsehen kommt man außer Atem 😊
Danach geht es gute 120 Meter oberhalb der Ilm recht gemütlich Richtung Oettern. Doch kurz vor dem Ort biegt unser Weg rechts ab in den Ziegengraben.

Immer bergan geht es nun wieder Richtung Kiliansroda.
Noch ein letzter kräftigerer Anstieg und man tritt wieder aus dem Wald und sieht vor sich Kiliansroda. Hier gibt es nun die Möglichkeit unserem Weg zum Fahrzeug zu folgen, oder nach Kiliansroda rein zu gehen und der Bergschänke einen Besuch abzustatten.

Kleine Anmerkung am Rande. In der Nachschau betrachtet, würde ich diese Tour bei einer zweiten Wanderung wohl in Hetschburg beginnen. Dann ist man warm gelaufen um die Anstiege bis zum Carolinenturm zu bewältigen und muss diese nicht am Ende gehen.
Aber hier hat ja auch jeder seine Vorlieben. Der Vorteil unserer kleinen Route ist halt derselbe, wie bei dem offiziellen großen Wanderweg, man kann an vielen Stelle in die Wanderung einsteigen.

Noch mehr Fotos von der Strecke gibt es auf meiner Fotoseite: fotoglut

Und nun viel Spass beim wandern.

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skylum-logoDie Fotos auf dieser Seite sind alle mit Luminar von Skylum bearbeitet worden. Wenn dir das Ergebnis gefällt und deine Fotos auch noch einen kleinen Touch gebrauchen können, probiere es doch einfach aus. -> Luminar

Kurzinfos:

– 17 KM
– ca. 400 Meter Anstieg
– Mittlere Schwierigkeit
– festes Schuhwerk
 
Bei Komoot findest du dir Tour hier.

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